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Gedanken am Morgen

Morgenstund‘ hat Gold im Mund…

ist ein Sprichwort, welches wahrscheinlich die meisten Leser*innen kennen. Laut Wikipedia besagt es, dass sich frühes Aufstehen lohne, weil es sich am Morgen gut arbeiten lasse und Frühaufsteher*innen mehr erreichen würden
(https://de.wikipedia.org/wiki/Morgenstund_hat_Gold_im_Mund).

Wirklich?! Frage ich mich, als ich um 5:45 Uhr auf die Zeitanzeige meines Mobiltelefons schaue. Ich möchte mich gerne nochmal umdrehen und weiterschlafen. Aber nein, heute nicht. Auch morgen nicht… Denn ich habe mir vorgenommen, wieder eine Morgenroutine zu entwickeln und die ganze Woche lang jeden Tag um die gleiche Zeit aufzustehen. Zuerst möchte ich 15-20 Minuten Frühsport machen, danach duschen, in Ruhe frühstücken und ab spätestens 7:30 Uhr mit den Aufgaben des Tages beginnen. Klingt verrückt? Hmmmm, wer weiß… Ich werde es herausfinden.

Ich erhoffe mir zumindest, dass ich durch das frühe Aufstehen abends besser einschlafen kann und dass mir die morgendliche Bewegung gut tun wird. Ein bisschen Sport hilft mir dabei, mich ausgeglichen zu fühlen und mehr Energie zu haben. Da es mal wieder geschneit hat, werde ich nicht draußen spazieren gehen, sondern meine Trainingsmatte ausrollen, um ein paar Dehn- & Kräftigungsübungen zu machen. Als meine noch müden Knochen und Muskeln sich erwärmen und mein Puls sich etwas erhöht hat komme ich sogar leicht ins Schwitzen.

Puh! Das reicht fürs erste. Ich bin wach! …zumindest erst einmal. Ich bin total motiviert und schaffe so einiges von dem, was ich mir vorgenommen habe. Es gelingt mir richtig gut, konzentriert bei der Sache zu bleiben. Diese Stimmung hält etwa bis 11:30 Uhr an, denn ich bekomme Hunger. Das muss wohl an dem frühen Frühstück liegen. Also bereite ich mein Mittagessen vor und gönne mir eine Pause. Doch nach dem Mittagessen kommt die Müdigkeit mit voller Wucht zurück. Die Augen werden schwer und der Körper möchte ruhen. So war das nicht geplant… ich wollte doch noch weiterhin produktiv sein!
Mit vollem Bauch und einer müden Katze auf dem Schoß ist von der morgendlichen Motivation kaum noch etwas vorhanden – Die Katze hatte mich übrigens heute Morgen mit großen, fragenden Augen angeschaut: Was macht die denn da? –

Am liebsten würde ich mich jetzt wieder ins Bett legen und die dreiviertel Stunde nachholen, die ich heute Morgen ausgelassen habe. Doch ich reiße mich zusammen, schnappe frische Luft, und mache mich wieder an die Arbeit. Der einzige, der hier schläft, ist mein Kater, eingerollt auf meinem Schoß. …und ich denke mir, die Morgenstund hatte heute tatsächlich Gold im Mund, denn gut arbeiten ließ es sich – aber von der Mittagsstund war in dem Sprichwort ja gar nicht mehr die Rede. Doch ob Frühaufsteher wirklich mehr erreichen, das lässt sich nach dem heutigen Tag wahrlich noch nicht beantworten!

In diesem Sinne, eine schöne, erfolgreiche Woche.. :-), wünscht euch Jacqueline.

Kontaktieren könnt ihr mich unter: jacqueline.koch@isbw.de