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Die Dienstreise

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen…“

Matthias Claudius (15.08.1740, † 21.01.1815)

Die Dienstreisen dürfen wieder sattfinden.

Also auf nach Schwerin.

Der Dienstwagen wurde mir zur Verfügung gestellt, meine Freude war groß.

Es ist so ein toller Dienstwagen, mit dem ganz entspannt dahin cruisen kann, im Notfall hat er genügend biss um den „Hindernissen“ charmant auszuweichen.

Mitfahren durfte ich schon öfters, aber selbst am Steuer sitzen noch nie.

Zum einen, endlich raus aus dem Homeofficealltag, zum anderen Kontakt mit anderen echten Menschen.

Selbstverständlich unter Einhaltung aller Hygieneregeln.

Eines Montagmorgens war es dann soweit, auf nach Neubrandenburg und rein in den Dienstwagen, soweit so gut.

Die Hinfahrt war, ja man kann es durchaus langweilig nennen.

A20 rauf, wenig Verkehr, die ein oder andere Baustelle, also erschien ich pünktlich bei meinem Termin.

Nach drei Stunden wartete dann der Rückweg auf mich.

Die digitale Anzeige zeigte zwischen Distanz und Tankfüllung eine Differenz von 150km. Das war mir zu riskant.

Also kam ich dem Wusch meines blauen Flitzers nach und fuhr die letzte Tankstelle vor der Autobahn an.

Tanksäule ansteuern, Auto parken, Motor aus.

Dann sah ich aus dem Augenwinkel, unten links im Fußraum einen schwarzen Hebel, mit weißem Bild auf dem etwas geöffnet wurde.

Also zog ich, denn Tankdeckel sind zu entriegeln (bei meinem privaten Auto ist das nämlich so! Nur das sich die Entriegelung an einer anderen Stelle befindet.) Jetzt weiß ich auch warum.

Nach dem metallischem „Klonk“ huschte ein Schmunzeln über mein Gesicht.

Anhand des Geräusches wurde mir schnell klar, dass gerade war nicht die Tankklappe.

Es war die Motorhaube.

Die Freude meinerseits hielt sich in Grenzen.

Denn jetzt steigt die Blondine aus dem Auto, um was? An der Tankstelle das Benzin gleich in den Motor zu kippen?

Da ich, Gott sei Dank, schon öfters eine Motorhaube öffnen musste um Scheibenflüssigkeit nachzufüllen, ja liebe Männer Frauen und auch blonde Frauen können das, wusste ich auch schnell, wie sie wieder zu schließen ist.

Klappe zu, Tankdeckel, welcher per Druck zu entriegeln ist öffnen, und Benzin rein ….

Die restliche Rückfahrt verlief genauso unspektakulär.

Und die Moral von der Geschicht,

fahr mit fremden Autos nicht! 🙂

(Doch schon, aber frag mal einen Kollegen vor der Reise nach wertvollen Tipps.

Und lach über dich selbst!)

Eure Fragen und Anregungen an mail@isbw.de