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Positive Leadership (PoLe) - Gleichbehandlung der Geschlechter im Arbeitsleben

Geschäftsführer*innen und Personalverantwortliche in regionalen Unternehmen stellen in persönlichen Gesprächen dar, dass sie in der Behandlung ihrer männlichen und weiblichen Mitarbeiter*innen keine Unterschiede machen. Dennoch steht Deutschland im Ländervergleich in puncto Gleichbehandlung der Geschlechter im Arbeitsleben auf keiner Spitzenposition. Darauf lassen u. a. die statistischen Erhebungen zum Verdienstunterschied von Frauen und Männern, der Anteil von Frauen in Führungspositionen sowie der Anteil von Vätern in Elternzeit schließen. Insofern geht es bei der Suche nach Ursachen für diese Befunde um mehr als die ehrliche Motivation von Führungskräften, es geht um Handlungsbedarfe auf struktureller Ebene.

Gleichstellung und Vereinbarkeit nicht nur reine Frauensache

Das macht deutlich, dass die Fragen von Gleichstellung und Vereinbarkeit schon längst keine „reinen“ Frauenthemen mehr sind. So wünschen sich 79 Prozent der Väter mehr Zeit für ihre Familien. Mehr als die Hälfte der Väter von Kindern unter sechs Jahren würde gern den gleichen Anteil an der Erziehung haben wie ihre Partnerin. Die tatsächliche Nutzung der Elternzeit spiegelt diese Wünsche jedoch nur bedingt wider. Im Väterreport des Bundesfamilienministeriums heißt es dazu: „Ein Fünftel der Männer hätte gerne Elternzeit genommen – und seien es nur die zwei Partnermonate – traute sich wegen Abstiegsangst und Druck aus der Chefetage und Kollegen aber nicht, sie einzufordern“.

Toolbox Gleichbehandlung in der Entwicklung

Diese vielfältigen Aspekte des Themas Gleichbehandlung greifen wir im Rahmen des Praxis-Forschungs-Projektes „PoLe –Gleichbehandlung der Geschlechter im Arbeitsleben“ auf. Unser Ziel ist die Bereitstellung eines kompakten und digitalen Angebots, mit dem bereits Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeiter*innen ihre Attraktivität für Frauen und Männer analysieren können und darauf aufbauend konkrete Handlungsempfehlungen für eine innovative Unternehmenskultur erhalten. Mit einer Fokussierung auf Kleinst- und Kleinunternehmen richtet sich das Projekt an 90 % aller Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern – und damit ganz gezielt an diejenigen Unternehmen, die bereits jetzt vor enormen Herausforderungen in der Mitarbeiter*innenbindung und -gewinnung stehen. 

Neue Realitäten schaffen

Durch die gezielte Förderung der weiblichen Nachwuchs-, Fach- und Führungskräfte aus unserem Bundesland möchten wir neue Realitäten schaffen und bestehende Rollenbilder mittel- und langfristig als das entlarven, was sie sind: Soziale Konstrukte. Denn aus neurobiologischer Sicht gibt es kaum geschlechterspezifische Unterschiede. Diese werden fast ausschließlich durch die soziale Umwelt produziert und somit als gegeben hingenommen. Explizit entwickelte Workshop-, Seminar- und Unterrichtseinheiten sollen gängige Rollenklischees hinterfragen und Perspektivwechsel ermöglichen. 

Sehen Sie sich HIER unseren Projekt-Flyer an und erhalten weitere Informationen!

Ansprechpartnerin:

Diana Wienbrandt
Feldstraße 2
17033 Neubrandenburg
Tel.:     0395 5584039
Mobil: 0176 56371957
EMail: diana.wienbrandt@isbw.de

Das Projekt „PoLe – Gleichbehandlung der Geschlechter im Arbeitsleben“ wird gefördert durch die Europäische Union und das Land Mecklenburg-Vorpommern.

Gefördert durch: